Kinderwunsch und gute Vorsätze für das Neue Jahr

Januar 7, 2012

Neues Jahr, neues Glück, lautet ein altes Sprichwort und so planen auch in 2012 viele Paare, eine Familie zu gründen. Dabei lohnt es sich, bereits im Vorfeld einige gesundheitliche Aspekte zu bedenken, da der weibliche Körper dem ungeborenen Kind neun Monate lang ein Zuhause bieten soll. „Grundsätzlich rate ich Frauen mit Kinderwunsch, ein gesundes Leben zu führen. Das heißt, sie sollten das Rauchen aufgeben, Alkohol nur in Maßen konsumieren und auf eine ausgewogene Ernährung sowie ausreichend körperliche Betätigung achten“, weiß Dr. Elmar Breitbach, Arzt für Frauenheilkunde und Geburtshilfe, Gynäkologische Endokrinologie und Reproduktionsmedizin an der Deutschen Klinik Bad Münder. Des Weiteren sollten sie den Koffeinkonsum reduzieren und nicht mehr als drei Tassen Kaffee am Tag trinken. Doch auch abseits dieser gesunden Lebensführung gilt es, erste Vorkehrungen zu treffen.

Ärztlicher Check

Planen Paare ein Baby, erweist es sich nicht nur für chronisch Kranke oder unter Dauermedikamentation stehende Frauen als sinnvoll, bereits zu diesem Zeitpunkt den Gynäkologen des Vertrauens aufzusuchen. Beim Check untersucht der Mediziner beispielsweise das Blut, wodurch er unter anderem bestimmt, ob genug Antikörper gegen Röteln und Windpocken vorliegen. „Insbesondere in den ersten Monaten einer Schwangerschaft entsteht aufgrund einer derartigen Erkrankung ein lebensbedrohliches Risiko für das ungeborene Kind. Dem lässt sich jedoch mit einer einfachen Impfung vorbeugen“, erklärt Dr. Breitbach. Im Gespräch sollten Frauen des Weiteren auch starke Regelschmerzen oder unregelmäßige Monatsblutungen thematisieren, um Myome oder andersartige Wucherungen im Unterleib auszuschließen. Zusätzlich gilt es, sich bereits jetzt über die Bedeutung von Folsäure, ein für Zellteilungs- und Wachstumsprozesse wichtiges Vitamin, aufklären zu lassen und es gegebenenfalls ergänzend einzunehmen.

Wenn die Schwangerschaft ausbleibt

Doch nicht immer lässt sich der Wunsch nach Nachwuchs so schnell umsetzen, wie von vielen Paaren gewünscht. „Tritt trotz regelmäßigen ungeschützten Geschlechtsverkehrs innerhalb von einem Jahr keine Schwangerschaft ein, sollten Betroffene eine Kinderwunschklinik aufsuchen. Hier können mögliche Ursachen abgeklärt und eventuelle Sorgen und Zweifel ausgeräumt werden“, berichtet Dr. Breitbach aus seiner Praxis. Dabei gilt es, immer beide Partner in die Diagnostik mit einzubeziehen, da die Ursachen zu gleichen Teilen beim Mann und bei der Frau liegen. In der Regel zeigen Methoden der modernen Medizin dann aber eine Lösung auf: Knapp 70 Prozent aller betroffenen Paare gelangen mittels Therapie doch noch ans Ziel und bekommen den lang ersehnten Nachwuchs.

Via Kinderwunsch-Blog

Stress macht nicht unfruchtbar

April 13, 2011

Stress ist kein Hindernis auf dem Weg zur Schwangerschaft, wie der Kinderwunsch-Blog berichtet.

Psychologen der Universität Cardiff werteten für ihre Studie, die kürzlich im British Medical Journal erschienen ist, Daten aus Untersuchungen an insgesamt 3583 Frauen zwischen 29 und 37 Jahren aus zehn Ländern aus, die sich zwischen 1985 und 2010 einer künstlichen Befruchtung unterzogen hatten.

Bei allen Teilnehmerinnen war vor Beginn der Behandlung anhand von standardisierten psychologischen Tests erhoben worden, ob und wie stark sie unter Ängsten und depressiver Verstimmung litten. Dann wurde geschaut, welche Frauen im nächsten Behandlungszyklus schwanger wurden.

In der Auswertung zeigte sich, dass die psychischen Symptome keinen erkennbaren Einfluss auf den Erfolg der Behandlung nahmen: Frauen, die zu Beginn über Anspannung und Nervosität klagten und sich große Sorgen machten, wurden genauso häufig schwanger wie psychisch weniger angespannte Altersgenossinnen.

Umfrage: PID zur Untersuchung auf Erbleiden stößt auf große Akzeptanz

September 23, 2010

Der Wunsch nach einer bestimmten Augen- oder Haarfarbe rechtfertigt keine Gentests zur Auswahl von Embryonen, die durch künstliche Befruchtung entstanden sind – der Verdacht auf eine schwere Erbkrankheit unter Umständen schon. So lässt sich das Ergebnis einer aktuellen repräsentativen Umfrage der "Apotheken Umschau" über die Einstellung der Deutschen zur so genannten Präimplantationsdiagnostik (PID) zusammenfassen. Demnach hält es immerhin fast jeder Fünfte (18,7 Prozent) für "völlig in Ordnung", wenn Paare, die auch auf natürlichem Weg Kinder bekommen könnten, mit Hilfe künstlicher Befruchtung und genetischer Auswahlverfahren vorab z. B. das Geschlecht ihrer Kinder bestimmen würden. Bei näherer Betrachtung sind jedoch nur 14,7 Prozent der Befragten dafür, Präimplantationsdiagnostik (PID) grundsätzlich zu erlauben. Fast jeder Zweite (43,5 Prozent) findet, dass die PID nur in Ausnahmefällen, z. B. bei begründetem Verdacht auf mögliche Erbkrankheiten, erlaubt sein sollte. 15,6 Prozent lehnen die PID generell ab, 26,2 Prozent haben sich hierzu noch keine Meinung gebildet. 70,2 Prozent würden nach dem Einpflanzen des Embryos in die Gebärmutter im Laufe einer künstlichen Befruchtung bei einer Fehlbildung oder Erbkrankheit dann aber auch eine Abtreibung befürworten. Lesen Sie im Brennpunkt der aktuellen "Apotheken Umschau" (September B), was Experten für und wider die Präimplantationsdiagnostik vorbringen.

Hintergrund:

Bei der Präimplantationsdiagnostik (PID) werden in der Regel mehrere Eizellen befruchtet. Im Reagenzglas entstehen mehrzellige Embryonen. Diese werden vor dem Einpflanzen in die Gebärmutter genetisch untersucht. Nur geeignete Embryonen werden ausgewählt, die anderen sterben ab. Kritiker sehen hier eine Entscheidung zwischen "lebenswert" und "lebensunwert". Das Verfahren ist deshalb ethisch umstritten. Bisher galt die Präimplantationsdiagnostik in Deutschland als verboten. Dies hat sich durch ein Urteil des Bundesgerichtshofes (BGH) im Juli geändert. Demnach ist in Fällen mit sehr hohem genetischen Risiko die PID nicht mehr strafbar.

Quelle: Eine repräsentative Umfrage der "Apotheken Umschau" vom Juli/August 2010 durchgeführt von der GfK Marktforschung Nürnberg bei 1.936 Personen ab 14 Jahren.

Countdown zur Schwangerschaft: 104 … 103 …102

August 25, 2010

104mal muss man durchschnittlich Sex haben, bis eine Schwangerschaft eintritt. Das zeigt eine Umfrage von First Response, einer bekannten kanadischen Internet-Plattform für Fragen der Familienplanung.

Pille abgesetzt und gleich Schwanger? Das ist eher die Ausnahme. Die Wissenschaftler befragten 3000 Mütter und kamen nach Auswertung der Antworten zum Schluss: Durchschnittlich muss ein Paar 104 Mal miteinander schlafen, bis es ein Baby gibt.

Das bedeutet sechs Monate lang, drei bis viermal wöchentlich Sex. «104 Mal Sex klingt vielleicht nach viel», kommentiert Mike Smith, Sprecher von First Response. «Aber Sex machen, um ein Baby zu zeugen, das ist doch ziemlich aufregend.»
Naja, manche Frauen sehen es ernster, geben sich in dieser Sache sogar verbissen. Gemäß der Umfrage befiehlt eine von zehn Befragten ihren Ehemann mitten am Tag für Sex nach Hause – nur weil sie gerade den Eisprung hat.

Sex nach Stundenplan ist aber ein Lustkiller. Fast ein Drittel der Frauen meint, Sex werde langweilig, wenn er einzig darauf abziele, ein Kind zu machen. Rund 70 Prozent der Befragten wäre es deshalb am liebsten, würde das Wunschkind spontan und aus purer Liebe gezeugt. Dieses Ergebnis ist nicht weiter verwunderlich.

via Kinderwunsch.tumblr.com

Grippeimpfung bei Kinderwunsch und Schwangerschaft

August 23, 2010

Schwangere durch eine Impfung vor Grippe zu schützen ist sinnvoll

Erstens enthält die übliche saisonale Grippevakzine keine Wirkverstärker.

Zweitens wurden in Schweden 30 000 Schwangere ohne Probleme mit Pandemrix® geimpft.

Drittens ist wissenschaftlich unstrittig, dass Impfungen mit Totimpfstoffen für Schwangere keine Risiken bergen.

Allerdings sind die Impfempfehlungen des Robert-Koch-Instituts zurückhaltend und geben für Schwangere keine erweiterte Impfempfehlung heraus, wie die Ärztezeitung bedauert

Für Frauen mit Kinderwunsch ist die Impfung jedoch ohne Einschränkung anzuraten.

via: Kinderwunsch.tumblr.com

Wissenschaftlerinnen bleiben oft kinderlos

August 22, 2010

Rund drei Viertel der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in Deutschland sind kinderlos, Männer fast genau so häufig wie Frauen. Den Ursachen und Zusammenhängen gingen zwei Forschungsprojekte auf den Grund, die aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) und aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) der Europäischen Union gefördert wurden. Ihre Ergebnisse fanden nun Eingang in die Broschüre: "Kinder – Wunsch und Wirklichkeit in der Wissenschaft", die das BMBF jetzt veröffentlicht. Sie liefert einen Überblick über die Problematik und formuliert grundlegende Anforderungen an familiengerechte Hochschulen. Damit wendet Sie sich an die Verantwortlichen aus dem Wissenschaftsbetrieb und der Politik.

Die Hauptgründe für Kinderlosigkeit sind anspruchsvolle Qualifizierungszeiten, befristete Beschäftigungsverhältnisse mit daraus resultierenden finanziellen Unsicherheiten und persönliche Umstände.

Hier kann man sie als PDF herunterladen

Zink verbessert Reifung der Eizellen

August 10, 2010

Bei Mäusen konnte festgestellt werden, dass dieses Spurenelement von großer Bedeutung bei der Reifeteilung der Eizellen ist, die wiederum Voraussetzung für eine Befruchtung ist. Ist die Konzentration in der Eizelle zu niedrig, dann kommt es zu einem Stillstand der Eizellreifung. Alison Kim von der Northwestern University in Chicago und ihr Team stellten fest, dass Zink während des gesamten Reifeprozesses in deutlich größeren Mengen in den Eizellen von Mäusen vorkam als die anderen untersuchten Metalle Eisen und Kupfer.

Um nun festzustellen, welchen Einfluss diese höheren Konzentrationen des Spurenelements auf den Reifungsprozess haben, blockierten sie Kanäle, über die die Aufnahme in die Zelle erfolgt. In den so behandelten Zellen, kam es zu einem plötzlichen Stop der Reifeteilung und zwar immer in einem bestimmten Abschnitt des Prozesses (Telophase I).

Basierend auf diesen Ergebnissen sind nun Folgestudien geplant, in denen der Einfluss des Zink auf die die menschliche Fruchtbarkeit untersucht werden soll und ob eine zinkreiche Ernährung die wahrscheinlichkeit für eine Schwangerschaft erhöht.

via Kinderwunsch-News

Bundesratsinitiative gescheitert

August 8, 2010

Bei einer künstlichen Befruchtung müssen Paare auch künftig die Hälfte der Kosten tragen. Die Bundesregierung habe dem Bundesrat eine Abfuhr erteilt, die volle Kostenübernahme durch gesetzliche Krankenkassen wieder einzuführen, berichtet die „Saarbrücker Zeitung“ vom Freitag.

Die Wiedereinführung der vollen Kostenübernahme sei derzeit nicht geplant, so das Blatt unter Berufung auf die Regierungsmitteilung. Der saarländische Gesundheitsminister Georg Weisweiler (FDP) sagte der Zeitung, er plane für die Kostenübernahme einen erneuten Vorstoß im kommenden Jahr. Das sächsische Gesundheitsministerium kündigte an, man werde in allen zuständigen Ministerkonferenzen weiter werben.

Mehr Mythen als Fakten: Künstliche Befruchtung im Ausland

August 8, 2010

Viele Unklarheiten bestehen, wenn es um die künstliche Befruchtung geht und insbesondere die gesetzlichen Vorgaben in Deutschland. Oft wird vorschnell behauptet, dass die Chancen auf eine Schwangerschaft im Ausland generell besser sind, weil “dort viel mehr erlaubt ist”.

Offenbar bestehen viele Unklarheiten darüber, was man in Deutschland darf und was nicht. Um diesbezüglich Klarheit zu schaffen, hat der Bundesverband Reproduktionsmedizinischer Zentren hat nun unter der Adresse ivf-europa.eu den Versuch unternommen, etwas Licht ins Dunkel zu bringen. In einer Übersicht werden die häufigsten Mythen zur Auslandsbehandlung und deutschen Gesetzgebung entzaubert und mit den bekannten Fakten konfrontiert. Lesenswert!

Neuer Test soll Ergebnisse der künstlichen Befruchtung verbessern

Mai 30, 2010

Ein neuer Test des US-Unternehmens Molecular Biometrics kann die Erfolgsquote bei künstlichen Befruchtungen von 30 auf 42 Prozent steigern, wie der Kinderwunsch-Blog berichtet. Die Untersuchungsmethode erleichtert die Auswahl der gesündesten der künstlich befruchteten Eizellen, schreibt das Magazin Technology Review in seiner aktuellen Ausgabe.

Berechnung der Eizellqualität basierend auf Spektroskopie

Bei dem neuen Test wird die Nährflüssigkeit, in der jede befruchtete Eizelle einzeln aufbewahrt wird, per Nahinfrarot-Spektroskopie auf bestimmte Biomarker untersucht. Aus diesem chemischen Fingerabdruck berechnen Algorithmen einen Wert zwischen 0 und 1. Je näher der Wert an der Obergrenze liegt, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit für ein erfolgreiches Einnisten in der Gebärmutter.

Spezielle Problemlösung für Deutschland

Für Deutschland entwickelt Molecular Biometrics einen eigenen Auswerte-Algorithmus, weil hier die Auswahl der Embryos bereits für den ersten Tag nach der Befruchtung vorgeschrieben ist. In anderen Ländern passiert das im Zeitraum vom zweiten bis zum fünften Tag.

Eine Steigerung von 30 auf 42 Prozent sei nicht so wenig wie es klinge, sagt Geschäftsführer Jim Posillico dem Magazin Technology Review: „Reproduktionsmediziner waren bisher froh, wenn sie einstellige Steigerungen schafften.“ Bei einer künstlichen Befruchtung werden im Labor mehrere Eizellen mit Spermien befruchtet. Bislang beurteilten Mediziner nur durch eine mikroskopische Untersuchung, welche der befruchteten Eizellen sich am besten für das Einsetzen in die Gebärmutter eignen.


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